Verfasst von: voyager | 23. Dezember 2009

Fiasko von Kopenhagen: Enttäuschung und Ansporn zugleich

Johannes:

Der UN-Klimagipfel von Kopenhagen ist am Samstag zu Ende gegangen. Das „Ergebnis“: die Weltgemeinschaft nimmt eine nicht bindende politische Erklärung „zur Kenntnis“. Vor diesem Hintergrund grenzt die Äußerung von UN-Generalsekretär Ban, ein „entscheidender Schritt nach vorne“ sei erreicht worden, an Realitätsverlust.

 

Das erste Jahrzehnt des Jahrtausends geht unrühmlich zu Ende. Denn nationale Interessen behalten die Vorfahrt, weil kurzfristige, industrielle Machtpolitik eine sichere Fahrt in die Zukunft verhindert.

Die Verhandlungsführer haben es als untragbares Risiko betrachtet, den ersten Schritt auf den anderen zuzugehen, weil man dann als schwach wahrgenommen und am Ende über den Tisch gezogen werden könnte. Die Delegationen in Kopenhagen wähnten sich im Stellungskrieg untereinander, nicht im gemeinsamen Kampf zum Schutz des Klimas. Wer seinen Schützengraben verlässt, setzt sein Land großer Gefahr aus, nur so lässt sich das teils absurde Verhandlungsgebahren erklären. In diesem Klima der Angst voreinander kann man miteinander nicht das Weltklima retten.

Um der Weltwirtschaftskrise zu begegnen wurden in kürzester Zeit zweitausend Milliarden US-Dollar bereitgestellt. Dies zeigt, dass auch großen internationalen Herausforderungen schnell und gemeinschaftlich begegnet werden kann. Der Grundsatz „too big to fail“, „zu groß um zu scheitern“ der für viele Banken gilt, scheint aber für die Zukunft unseres Planeten nicht zu gelten.

Es besteht eine unzweifelhafte Dringlichkeit dem Klimawandel entgegenzuwirken, doch das kommt bei der Politik noch nicht an. Kinder und Kindeskinder haben ebenso wenig eine Lobby wie die Menschen aus den Entwicklungsländern. Aber genau sie werden es sein, die am meisten unter einem ungebremsten Klimawandel leiden werden. Das Versagen der Regierungen in Kopenhagen beherrscht die Schlagzeilen dieser Tage, aber spätestens unter dem Weihnachtsbaum singen wir „Oh Du Fröhliche“ und vergessen gerne, dass wir in diesen Tagen dem Abgrund wieder ein Stückchen näher gekommen sind.

Auf dieses Vergessen scheinen die Politiker zu vertrauen, solange Klimapolitik in den Wahlkämpfen keine Rolle spielt. Erst wenn die Bürger ihre Macht als Wähler und Verbraucher nützen, die Klimablockierer abwählen und klimaschädliche Produkte konsequent meiden, dürfen wir uns mit Recht über solche Ergebnisse wie in Kopenhagen empören.

Der Einzelne kann für den Klimaschutz mehr tun als viele denken: Geräte mit geringem Verbrauch kaufen, weniger fliegen, im Winter die Wohnung nicht auf sommerliche Temperaturen heizen oder weniger Fleisch essen und häufig spart dies auch noch Geld. Doch reicht das aus, um die Welt zu retten?  

Unser Staat verschuldet sich immer mehr, aber auch ökologisch leben wir längst auf Pump. Jeder von uns ist jährlich für 9,7 Tonnen CO2 verantwortlich. Klimaverträglich sind – so sagen führende Wissenschaftler – nur zwei Tonnen pro Jahr. So haben wir rechnerisch schon am 16. März eines Jahres unser Budget ausgeschöpft. Dieses Datum zeigt, dass vieles im Argen liegt. Da hilft es uns Deutschen wenig, dass die Amerikaner schon Anfang Februar beim Planeten Kredit aufnehmen. Doch irgendwann werden die Konten gesperrt und es gibt keine Möglichkeit neue zu eröffnen. Viel schlimmer: der Konkurs unserer gemeinsamen Bank, der Erde, betrifft uns dann alle, nicht nur diejenigen, die über ihre Verhältnisse gelebt haben.

Noch ist es nicht zu spät, den Klimawandel auf 2 Grad zu begrenzen. Schon viel zu oft wurde ein umfassendes Klimaschutzabkommen aufs jeweils nächste Jahr vertagt. Aber für das 2°-Grad-Ziel bleibt uns nur noch wenig Zeit. Reicht es für die Rettung der Erde aus, wenn sich Einzelne klimafreundlich verhalten? Nach Kopenhagen müssen wir feststellen, dass ein weiterer Schritt zwingend notwendig ist. Gerade die junge Generation hat auch das legitime Recht aktiven Widerstand – bis hin zum gewaltlosen zivilen Ungehorsam – zu leisten. Wenn wir unsere Zukunft nicht auf’s Spiel setzen wollen muss jetzt gehandelt werden!

Verfasst von: voyager | 8. Juli 2009

Leise Hoffnung auf die so wichtige Weichenstellung

G8-Gipfel im italienischen L'Aquila: ein Fortschritt in Sachen Klimawandel?

Johannes:

Heute Mittag hat das Treffen der G8, die 7 führenden Industrienationen der Welt (USA, Deutschland, Japan, Italien, Frankreich, Großbritannien und Kanada) sowie Russland, im italienischen L’Aquila begonnen.

Eines der Hauptthemen bei diesem Gipfel wird die Vorbereitung des UN-Klimagipfels im Dezember in Kopenhagen sein. Schon in den diesen Tagen wird sich wohl abzeichnen ob es gelingt, in 5 Monaten ein nachhaltiges, ambitioniertes und faires Klimaabkommen zustande zu bekommen, bei dem dann alle Staaten dieser Erde mitmachen.

Und es gibt zumindest ein wenig Grund zur Hoffnung. Bei Gesprächen in Rom, die die Verhandlungen von L’Aquila vorbereiten sollten, haben Schwellenländer wie z.B. China, Indien und Brasilien zum ersten Mal anerkannt, dass die weltweite Durchschnittstemperatur um nicht mehr als 2°C steigen darf. Und diese Länder haben zudem akzeptiert, dass auch sie einen Beitrag zum Klimaschutz leisten müssen. Bedauerlicherweise ist es bisher nicht gelungen, konkrete Pläne zur Reduktion von Treibhausgasen zu fassen.

Wie bereits erwähnt, ist der Klimawandel wieder eines der wichtigsten Themen beim G8-Gipfel. Schon morgen Nachmittag wird es wieder spannend. Dann werden beim sogenannten Major Economies Forum die größten Volkswirtschaften der Welt über den Klimaschutz beraten. Nachdem sich Bundeskanzlerin Merkel in den letzten Monaten nicht mehr so sehr um den Klimaschutz gekümmert hat, fordert sie jetzt im „Tagesspiegel“ „ein entscheidendes Signal“ für Kopenhagen. Ob die Klimagespräche (in Italien aber auch generell) erfolgreich und konkret verlaufen, hängt stark von US-Präsident Obama ab. Nur wenn die USA beim Klimaschutz mitziehen, werden auch Länder wie China konkrete Klimaschutzmaßnahmen akzeptieren. 

Wenn man die Erderwärmung in einigermaßen verträglichen Rahmen halten möchte, dann muss Kopenhagen den Erfolg bringen. Und deshalb ist es von riesiger Bedeutung, dass jetzt die Weichen für diesen Erfolg gestellt werden. Denn wenn der Zug jetzt weiter nur rumsteht oder sogar in die falsche Richtung fährt, dann wird es unheimlich schwer ihn wieder in die richtige Richtung fahren zu lassen …

In diesem Sinne bleibt nur die Hoffnung, dass der Durchbruch der sich leise andeutet (Stichwort: Zugeständnisse der Schwellenländer) auch wirklich ein Durchbruch wird.

Verfasst von: voyager | 11. April 2009

CO2-Ausstoß: Ab heute auf Pump

Johannes

 

Ein Osterfest mit grandiosem Frühlingswetter steht vor der Tür. Und doch drückt etwas auf die Stimmung …

 

 

Denn selbst wenn man von der (wohl leider zu) optimistischen Schätzung ausgeht, wonach jeder Erdenbürger zurzeit maximal 3 Tonnen CO2 erzeugen dürfte, um die Klimaerwärmung noch in verträglichen Grenzen zu halten, so hat der Durchschnittsdeutsche (2007 ermittelter CO2-Ausstoß jährlich 10,88 Tonnen) rechnerisch bereits am 101. Tag eines Jahres also am heute sein CO2-Budget erschöpft. Wir leben also ab heute gewissermaßen ökologisch auf Pump.

Ganz schön beschämend meine ich. Wir haben nicht einmal 30% des Jahres hinter uns und schon hat rechnerisch jeder einzelne von uns so viel CO2-Ausstoß verursacht, wie ihm eigentlich für das ganze Jahr zustünde. 

Viele Wissenschaftler gehen mittlerweile davon aus, dass jeder Erdenbürger nur maximal 2 bis 2,5 Tonnen CO2 pro Jahr ausstoßen dürfte, ohne dass unser globales Klima irreparabel und massiv geschädigt würde. Mit diesen Zahlen wäre unser Budget schon im März erschöpft.

 

Um den Tag, an dem wir unser Jahresbudget an Kohlenstoffdioxid-Emission aufgebraucht haben nach hinten zu verlegen, am besten auf den 31. Dezember bedarf es schnellstens einer mutigen, richtungsweisenden und nachhaltigen Klimaschutzpolitik weltweit, aber auch dem Bewusstsein bei jedem Einzelnen, dass es so nicht weiter gehen kann und dass Handeln so nötig und zugleich so einfach ist.

 

In diesem Sinne: frohe Ostern!

Verfasst von: voyager | 6. Februar 2009

Earth Hour und neue WWF Jugendseite

Am 28. Maerz will die Welt mit der Earth Hour ein Zeichen setzen.

Auch Du kannst Earth Hour bereits jetzt schon unterstuetzen: http://www.youtube.com/watch?v=wPLZAZFBSJE

 

Ebenfalls ganz frisch die neue WWF-Jugendwebseite, wo ihr ganz viele Tipps und Tricks dazu bekommt, wie Ihr selber aktiv werden koennt. Also schaut doch mal rein!!! http://www.wwf-jugend.de

Verfasst von: voyager | 10. Dezember 2008

Ruft Angela Merkel an!!!

Hey,

Diesen Donnerstag und Freitag verhandelt Angela Merkel mit den übrigen
europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel das Klimapaket der
Europäischen Union. Dieses Paket ist von enormer Bedeutung für die Bemühungen,
den Klimawandel zu stoppen! Die EU hat eine globale Führungsrolle und wird
mit ihrem Klimapaket ein Signal an die Welt senden. Wir müssen
jetzt sicherstellen, dass es ein starkes Signal für Klimaschutz ist! Wenn
das europäische Klimapaket zu schwach ist, wird das die
UN-Klimaverhandlungen in Polen und unsere Zukunft direkt beeinflussen.

Noch können wir Einfluss auf Angela Merkel und die europäischen Staats-
und Regierungschefs nehmen!

Hier ist der Plan: Tausende junger Deutscher werden in den nächsten 24
Stunden – von Mittwoch 12 Uhr mittags bis Donnerstag 12 Uhr mittags –
Angela Merkel anrufen und sie auffordern, sich für ein Klimapaket
einzusetzen, das unsere Zukunft sichert!

http://www.youtube.com/watch?v=3lUjmx63gKg

Hier ist was du tun must:

1. Ruf die folgende Nummer an: 030 18 400 20 70. Das ist die Nummer des
Bundeskanzleramtes.
2. Sage, wer du bist (ein/e junge/r Deutsche/r, der/die sich um das Klima
sorgt), woher du kommst, und dass du eine Nachricht für Angela Merkel
hinterlassen möchtest.
3. Sage der Person am Telefon, dass sich Angela Merkel für unsere Zukunft
einsetzen muss – wir werden in der Welt leben, die jetzt in Brüssel
verhandelt wird!
4. Danach, rufe 3 Freunde an und sag ihnen, dass sie Angela Merkel
ebenfalls anrufen sollen.
5. Sende diese Nachricht und das Video an alle Leute und Emaillisten, die du
kennst!
6. Freu dich, dass ein demokratisches Grundrecht ausgeübt hast!
7. Grinse bei dem Gedanken, dass tausende junger Europäer in England,
Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Polen und Finnland ebenfalls ihre
Regierungschefs anrufen!🙂

DANKE!

David, Kasia, Ellard, Amy, Casper, Kimo, Pierre, Sebastien, Karo, Karin,
Annelies, Milda, Anna, Julie, Luka, Bette, Angelina, Joe, Greta and many many
more…

EUROPEAN YOUTH BEI DEN UN-KLIMAVERHANDLUNGEN IN POLEN

Verfasst von: voyager | 5. Dezember 2008

Spannende Zeiten

Johannes

Greta und ich sind heute Nacht aus Polen zurückgekommen.

Voller neuer Eindrücke und mit neuer Motivation, den Klimaschutz voranzutreiben.

Auch wenn wir nur ein paar Tage in Posen waren, so haben wir doch viele interessante Einblicke bekommen, wie solch eine riesige UN-Konferenz abläuft. Und wir haben die Zeit nutzen können, neue Kontakte zu knüpfen und mehr und mehr Leute für das GreenFinger-Projekt zu gewinnen.  

 

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Die nächsten Wochen und Monaten werden nicht nur in Sachen Wirtschaftskrise spannend und entscheidend sondern auch in Sachen Klimaschutz.

Die EU verabschiedet nächste Woche ihr (hoffentlich nicht noch mehr aufgeweichtes) Klimapaket, die UN-Konferenz läuft noch eine Woche, dann muss eine gemeinsame Vision stehen. Nur so kann schließlich in einem Jahr das Kyoto-Nachfolgeabkommen beschlossen werden, das wir dringend brauchen. Ein Abkommen, das alle Staaten mit ins Boot holt, und bei dem sich jeder seiner Verantwortung fürs Weltklima bewusst ist. Auch die großen CO2-Emittenten wie China und die USA müssen endlich bereit sein, auch einen Beitrag zu leisten. In 6,5 Wochen wird Barack Obama US-Präsident und er wird gleich zu Beginn seiner Amtszeit zeigen müssen, das er wirklich für einen radikalen Kurswechsel in der US-Klimapolitik steht. Es wird maßgeblich von an seiner Klimaschutzbereitschaft abhängen, ob es gelingt den Klimaschutz global auf nachhaltige Beine zu stellen.  

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Spannende Zeiten liegen also vor uns, in denen wir nicht nur darauf hoffen können/ müssen, dass unsere Politiker ihre Verantwortung für den Planeten und künftige Generationen wahrnehmen. Wir alle können und sollten auch selbst etwas tun. Anregungen unter http://www.wwf.de/themen/klimaschutz/jeder-kann-handeln/ und natürlich gibt es da noch dieses Projekt das wir, Greta und ich, euch allen ans Herz legen wollen: http://www.mygreenfinger.org/!

 

Wir werden uns weiter zu Wort melden und weiter aktiv für den Klimaschutz eintreten.

Bis zum nächsten Blogeintrag!

 

Verfasst von: voyager | 3. Dezember 2008

3 Tage UN-Klimakonferenz

Johannes:

Die UN-Klimakonferenz läuft nun also seit zwei Tagen und aber man gewöhnt sich nur langsam an die Weitlläufigkeit und die unüberblickbare Größe des Konferenzgeländes.

9000 Teilnehmer verteilen sich auf unglaublich viele Konferenzsäle, Arbeitsgruppen, Pressekonferenzen, Infostände und und und. Da geht schnell der Überblick verloren.

Aber wenn man sich mit dem tagesaktuellen Programm versorgt hat, kann man dann doch herausfinden, wo wann etwas Interessantes/ Spannendes geboten wird.

Gemeinsam mit Greta und unseren internationalen Freunden der „Voyage for the Future“ verfolge ich die verschiedensten Konferenzsitzungen, informiere mich bei sog. „Side-Events“ über neueste wissenschaftliche Erkenntisse.

Zudem arbeiten wir natürlich daran, die GreenFinger-Kampagne bekannt zu machen um so einen Beitrag zu leisten, dass es in den langwierigen Verhandlungen endlich voran geht. Denn nur wenn die Unterhändler merken, dass viele Leute mehr erwarten, als ewig aufgeschobene und lasche Klimaschutzmaßnahmen (wie z.B. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,593989,00.html). Nicht die Lobbyisten einzelner Konzerne oder Branchen sollten die (Klima-)Politik bestimmen sondern wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, die nicht zu bestreiten sind.

Um den GreenFinger bekannter zu machen, haben wir heute morgen eine halbstündige Aktion gemacht. Leider war unsere Veranstaltung vom UN-Klimasekreteriat, dem Organisator der hiesigen Konferenz, weitrechend eingeschänkt worden, aber es gelang uns trotzdem einige GreenFinger zu sammeln und Interesse bei Medien und Delegierten zu wecken.

Bevor Greta und ich morgen abend wieder abreisen, wollen wir weiter unseren bescheidenen Beitrag leisten, damit uns (die ganze Welt) diese Tage in Polen einen Schritt – in Richtung nachhaltiger Klimaschutz – weiter bringen.

 

So, das soll’s für den Moment gewesen sein – viele Grüße aus Posen …

Verfasst von: voyager | 2. Dezember 2008

Knackt die Klimanuss

Am Montagmorgen war der offizielle Start der UN-Klimaverhandlungen.

WWF hat alle Delegierten und Teilnehmer dazu aufgerufen endlich die Klimanuss zu knacken. Als Symboldafür, dass es eigentlich sehr einfach ist eine Nuss zu knacken. Genau wie das Klima…

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„Herzlich willkommen, die ist ihre Chance unsere Zukunft zu retten“ – Dieser Spruch war Montagmorgen auf dem Banner der internationalen Jugendbewegung geschrieben.

Leider war es uns heute nicht erlaubt weitere größere und interessantere Aktionen zu starten, da am ersten Tag der UN-Klimaverhandlungen die Sicherheitsbestimmungen sehr hoch sind.

Im Moment sind wir dabei einen guten Platz zu finden, wo wir Jugendlichen uns mehr oder weniger niederlassen können und unser „Lager“ aufschlagen können, doch es scheint nicht besonders einfach zu sein: Als wir heute dachten wir hätten einen supertollen Platz gefunden (eine Toilette in der Nähe, Sofas, Tische und Stühle überall) und uns schon riesig freuten, kam ein netter polnischer Sicherheitsmensch auf uns zu und hat uns gebeten einen anderen Platz aufzusuchen, da der Premierminister von Polen bald kommen würde. Es wollte sich leider nicht mit uns unterhalten, also haben wir uns auf die Suche nach einem anderem Ort gemacht.

Montag war also die offizielle Eröffnung der UN-Klimakonferenz. Die Verhandlungen und zahlreichen Nebenevents finden auf einem großen Messegelände im Zentrum Posens statt. Die Hauptverhandlungen, wo alle Delegierte sitzen und reden ist im Zenter und als ich diese betrat, war ich ganz schön beeindruckt.

Und wenn wir nicht gerade dabei sind uns auf dem riesigen Gelände zu verirren, haben wir Spaß dabei Grüne Finger zu sammeln… Mehr dazu morgen!

Verfasst von: voyager | 30. November 2008

Jipieeee

Nun habe ich endlich meine Registrierung, um in das offizielle UN-Gebäude reinzukommen.

Morgen geht es dann endlich los. Beginn ist die erste große Aktion von WWF.

„Knackt die Klimanuss“ Mehr dazu gibt es morgen.

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Verfasst von: voyager | 30. November 2008

You must be the change you wish to see in the world

Nach 14 Stunden Busfahrt und zwei Stunden Schlaf, in denen ich wohl jede nur erdenkliche und physikalisch mögliche Verbiegung mit meinen Gliedmaßen gemacht habe, um mich zwischen zwei Sitzen in eine gemütliche Position zu quetschen – erfolglos – bin ich heute morgen endlich angekommen. Die Busfahrt war schon das erste große Abenteuer – niemand Sprach eine andere Sprache als Polnisch und man hatte auch kein Problem damit, sich lebhaft mit mir zu unterhalten. Dass meine Antworten nur aus stetigem Kopfschütteln und nettem Lächeln bestanden, störten meine Gesprächspartner relativ wenig.

Doch ich beschwere mich hier schon nach einem Tag Fahrt. Die Australische Jugenddelegation hat den gesamten den Weg von Australien nach Polen auf dem Landweg zurückgelegt. Und dabei eine Menge erlebt.

Der erste Tag war bereits sehr anstrengend, doch super. Zunächst war es superschön all die vertrauten Gesichter aus der Arktis wiederzusehen. Morgen kommt Ben auch noch an =)

„You must be the change you wish to see in the world“

Genau diese Maxime haben sich nicht nur die Australien bei ihrer Aktion zum Beispiel genommen, sondern alle Jugendlichen.

Doch ich werde lieber mal alles von Anfang an genau erklären: Ab Montag findet die offizielle UN-Klimakonferenz statt, einer der wichtigsten Bestandteile dieser ist die COP (Conference of Parties). Diesen Samstag und Sonntag findet für alle Jugendlichen Aktivisten der Jugendkongress oder, in Anlehnung an die COP Conference of Youth (COY), statt. Diese ist komplett von Jugendlichen organisiert und durchgeführt. Es werden Vorträge gehalten, wie ein Tag eines Jugenddelegierten bei der UN-Klimakonferenz aussieht, von vorherigen Konferenzen berichtet, Projekte vorgestellt, AGs werden gegründet, die die Aktionen in den folgenden zwei Wochen und auch darüber hinaus planen, man berät sich darüber, was die gemeinsame Nachricht aller jungen Leute hier in Posen sein wird usw. usf.

Leider reicht es nicht aus, hier alles zu erzählen. Kurz zusammengefasst – es ist eine Menge los und viel zu tun.

Ich will ja nicht unbescheiden sein, doch von uns können sich die Verhandlungsführer und Politiker der verschiedenen Nationen ruhig mal ein Scheibchen abschneiden. Ich habe selten eine so große Gruppe junger Leute so effektiv und enthusiastisch zusammen arbeiten sehen.

Es ist so inspirierend die ganzen jungen Leute hier anzutreffen, alle haben wir das gleiche Ziel, arbeiten wir auf die gleiche Sache hin zu.

Na ja, ich muss mal schnell weiter… der zweite aufregende Tag der Jugendkonferenz beginnt. =) =)

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